Breitbanderschließung durch den Zweckverband Breitband

Aktuelles

Artikel-Suche
07.03.2024
Breitbandausbau in der Gemeinde Argenbühl
21.02.2023
Eisenharz - Linzgis - Eglofs - Freie Bauernstraße BA III - Reute - Aschen - Zellers
01.12.2022
Gewerbegebiete in Eglofstal und Eisenharz
12.10.2022
Symbolischer Buzzerstart am 07.10.2022

Sonstiges

Die Gemeinde Argenbühl ist Mitglied im Zweckverband Breitband im Landkreis Ravensburg.
Langfristiges Ziel ist die FTTB-Erschließung aller Gebäude in Argenbühl. FTTB (Fiber to the Building) bedeutet, dass jedes Haus einen Glasfaseranschluss erhält. Der Gegensatz dazu ist die FTTC-Lösung, die von der Telekom favorisiert wird. FTTC (Fiber to the Curb) bedeutet, dass das Glasfaserkabel bis zur Verteilerstation gelegt wird. Von der Verteilerstation zum jeweiligen Gebäude wird das vorhandene Kupferkabel verwendet. Dies hat den Nachteil, dass sich bei der Kupferverbindung der elektrische Widerstand bemerkbar macht und mit zunehmender Leitungslänge die Qualität des Breitbandsignals spürbar schlechter wird.
Aus diesem Grund ist die Lösung des Zweckverbands für die Zukunft die bessere Lösung.
Basis für die FTTB-Erschließung ist der sogenannte Backbone. Backbone  bedeutet soviel wie Rückgrat oder Wirbelsäule. Im übertragenen Sinne ist dies die Hauptleitung, von der die jeweiligen Versorgungsleitungen in die Teilorte und Weiler abzweigen. Der Backbone Argenbühl führt von Au im Norden über Göttlishofen, Siggen, Eisenharz und Eglofs bis nach Aschen im Süden. Zu einem späteren Zeitpunkt soll dann noch eine Backbone Leitung nach  Ratzenried gebaut werden.
Die Zuschüsse von Bund und Land betrugen etwa 90 % der Baukosten.
Folgende Trasse ist bereits gebaut:

Breitband Argenbühl Übersicht Trasse

Bei der Förderung über das Bundesprogramm wurden auch die leitungsnahen Hausanschlüsse gefördert. Dies bedeutet, dass Gebäudeeigentümer, deren Hausanschluss gefördert wurde, keine Anschlusskosten hatte.  Lediglich  die  Wiederherstellung der Oberfläche des Leitungsgrabens war Sache des Grundstückseigentümers.

Der Begriff „Hausanschluss“ im Zusammenhang mit der Backbone-Leitung umfasst das vorgelagerte Netz, das Leerrohr mit Hausdurchbruch und das Glasfaserkabel inklusive Anschlussbox im Keller.

Grundsätzlich ist zwischen den förderfähigen Hausanschlüssen und den nicht förderfähigen Hausanschlüssen zu unterscheiden:

  • Förderfähige Hausanschlüsse (weißer Fleck) haben eine Versorgung von unter 30 Mbit/s. Die Gesamtkosten für deren Herstellung werden mit 90% über das Bundes- und Landesprogramm bezuschusst. Die verbleibenden Kosten trägt die Gemeinde. Eine Kostenbeteiligung durch den Eigentümer würde im Wesentlichen den Zuschuss und nur in geringem Umfang die Kostenbeteiligung der Gemeinde verringern.
  • Nicht förderfähige Hausanschlüsse (grauer Fleck) haben eine Versorgung von über 30 Mbit/s. Diese Kosten sind nicht förderfähig und betragen laut Kostenberechnung des Ingenieurbüros Daeges bei Herstellung aller Hausanschlüsse insgesamt 316.703 EUR.

Für die nicht förderfähigen Hausanschlüsse sind die Kosten daher grundsätzlich vom Grundstückseigentümer zu tragen und hängen von der Länge des Hausanschlusses ab. Die durchschnittlichen Kosten für einen Hausanschluss im Zusammenhang mit der Backbone-Leitung liegen laut Kostenberechnung bei 4.300 € netto für ca. 11m Länge.

Für die Herstellung von nicht förderfähigen Hausanschlüssen im Zusammenhang mit der Backbone-Maßnahme gewährt die Gemeinde den Grundstückseigentümern einen Zuschuss in folgender Höhe:

Herstellkosten incl. USt. Zuschuss
0 – 5.190 € 1.000 €
5.190 € - 11.900 € 1.000 € plus 10 % für Anteil über 5.000 €

Bei Herstellkosten von über 11.900 € wird die Verwaltung beauftragt, individuelle Vereinbarungen zu treffen.

Gerne für Sie da

Das könnte Sie auch interessieren