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EU-Projekt Migration und Immigration, Migrain-Treffen in Argenbühl

„Wir sind nicht alle einer Meinung“

Es waren dichte, erkenntnisreiche Tage, die an die 30 Gäste aus Polen, Ungarn, Bulgarien, Griechenland und Italien in Argenbühl verbrachten, um sich im Rahmen des europäischen Migrain-Projekts über die Situation der Flüchtlinge in Deutschland und in der Region auszutauschen. Und es zeigte sich: Die gleichen Diskussionen, die in Deutschland geführt werden, gab es auch unter den Bürgern aus den verschiedenen europäischen Staaten. Unterschiedliche Standpunkte eingeschlossen.

Es war das sechste Treffen im Rahmen dieses Projekts, zu dem sich acht Kommunen aus sieben europäischen Staaten zusammengeschlossen haben:  Cieszanów (Polen), Diosd (Ungarn), Lupeni (Rumänien), Aheloy (Bulgarien), Atalanti (Griechenland), Forli und Fusignano (beide Italien) sowie Argenbühl.

In einem aufschlussreichen Eingangsvortrag hatte Gerold Fix, Gymnasiallehrer am Rupert-Neß-Gymnasium in Wangen, die Geschichte der – auch erzwungenen – Wanderungsbewegungen seit den 1940er Jahren bis heute zusammengefasst. Zwangsarbeiter, Heimatvertriebene, Gastarbeiter, Spätaussiedler, Flüchtlinge – Millionen von Menschen kamen im Laufe der Jahrzehnte nach Deutschland. Sie wurden nicht immer mit offenen Armen empfangen. Im vergangenen Jahr floh über eine Million Menschen ins Land. Die Reaktion der Bürger ist gespalten. Einerseits entwickelte sich die Willkommenskultur, in der Zuwanderung als Chance für die Zukunft betrachtet wird, andererseits wuchs die Angst und bekamen rechte Organisationen Zulauf. Es gebe noch viele Fragen zu klären, aber dennoch schloss Fix: „Verschiedenheit macht ein Land reicher und stärker.“

Nach einem Exkurs von Argenbühls Hauptamtsleiterin Katrin Hengge über das Asylrecht in Deutschland gaben Josef Fussenegger vom Netzwerk Asyl in Wangen und Diakon Jochen Rimmele aus Argenbühl Einblick in die Arbeit der Helferkreise. Mehr als 600 Flüchtlinge leben in Wangen, 90 in den verschiedenen Gemeinden Argenbühls. Viele Ehrenamtliche kümmern sich als Paten um die Menschen, begleiten sie im Alltag, unterstützen sie beim Spracherwerb oder helfen bei der Wohnungs- und Arbeitssuche. Sie sind eine wichtige Stütze der professionellen Sozialarbeiter, die sich im Landkreis um die Flüchtlinge kümmern. Ängste gab es auch hier: Deshalb, so Rimmele, sei es so wichtig, Gelegenheiten zu schaffen, bei denen die Menschen sich treffen können.

Schließlich die Sicht der Flüchtlinge selbst: Sie berichteten von offenen und hilfsbereiten Menschen, auf die sie trafen, aber auch von vielen bürokratischen Hürden, die zu überwinden sind. Von der langen Dauer der Asylverfahren. Davon, wie wichtig es ist, die Sprache zu lernen. Bei der Arbeitsaufnahme braucht es hilfsbereite Arbeitgeber wie den Bäcker Roland Kempter aus Eisenharz, der Mohammed Manneh aus Gambia bei sich beschäftigt oder Martin Weindorf, in dessen Wangener Metallverarbeitungsfirma Muhamad Mustafa aus Syrien Arbeit gefunden hat. Flüchtlinge einzustellen verlangt auch von Arbeitgebern viel Zeit, Geduld und Engagement.

Wie lange dauert Integration? Wie schafft man das? Wie unterscheidet man politische und Wirtschaftsflüchtlinge? Die Fragen aus den Reihen der Gäste mündete in einen abschließenden Workshop, in dem sie ihre Wünsche an Europa formulierten, darunter: vernetzte Registrierungssysteme, eine gemeinsame europäische Datenbasis, die Pflicht zum Erlernen der jeweiligen Landessprache, einheitliche Regeln, an die sich alle halten müssen. Die Erwartungen waren nicht immer deckungsgleich. Dem Wunsch nach einem europäischen Verteilsystem stand deutlicher Widerspruch entgegen.

Aus dem Kreis der Teilnehmer gab es viel Lob für das Treffen in Argenbühl. „Wir sind nicht alle einer Meinung“, erklärten Miklos Marian aus Ungarn, einer der Projektkoordinatoren, und Argenbühls Bürgermeister Roland Sauter am Ende unisono. „Wir stehen vor einer großen Aufgabe“, so Sauter. Günther Böhm, Sprecher des Freundeskreises Partnerschaften, der die Veranstaltung in Abstimmung mit der Gemeinde organisiert hatte, beschwor den „Geist von Europa“ und konstatierte: „Nicht zu diskutieren wäre absolut falsch.“

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